E-Lkw laden im Kieler Hafen: generation E baut neuen Schnellladepark
Schleswig-Holstein – 28.09.2026
Acht Ladepunkte mit bis zu 400 kW Leistung und ein Projekt, bei dem eine Nummer größer gedacht wurde.
Ladeinfrastruktur gehört für generation E zum Tagesgeschäft. Im Kieler Ostuferhafen wartete trotzdem eine Premiere: Das Team errichtete einen Ladepark speziell für Lkws. Acht Ladepunkte ermöglichen dort künftig das Laden elektrischer Schwerlastfahrzeuge – und generation E war von der Planung und technischen Umsetzung bis zur Inbetriebnahme dabei.
Wer im Kieler Ostuferhafen unterwegs ist, trifft nicht gerade auf Kleinwagen. Der Hafen ist ein wichtiger Umschlagplatz für Güter und Lkws – und genau hier entsteht auch Infrastruktur für den elektrischen Schwerlastverkehr.
Im Auftrag der ELECTRIC MOBILITY INFRASTRUCTURE Deutschland GmbH, einem Tochterunternehmen des französischen Energiekonzerns ENGIE, hat generation E vier Schnellladesäulen mit insgesamt acht Ladepunkten errichtet. Jede Säule verfügt über eine Ladeleistung von 400 kW. Geladen wird mit 100 Prozent Ökostrom.
Für das Team war das ein besonderer Auftrag. Ladeparks gehören zwar längst zum Alltag der Expert:innen, bisher standen dabei aber vor allem Pkws im Mittelpunkt. In Kiel musste die Infrastruktur an die Anforderungen von Lkws angepasst werden.
Ein Ladepark im XXL-Format
Und die machen sich schon bei ganz praktischen Dingen bemerkbar. Ein Lkw braucht mehr Platz, die Fahrzeuge auf dem Gelände sind schwerer und selbst die Ladekabel müssen länger und besonders widerstandsfähig sein.
Knapp zwei Monate war das generation E-Team vor Ort. Es passte unter anderem die vorhandene Infrastruktur an, installierte Trafostation und Verteilung, schloss die benötigten Kabel an und setzte schließlich die Schnellladesäulen. . Ein umfangreiches Arbeits- und Sicherheitskonzept hat gewährleistet, dass der laufende Hafenbetrieb nicht gestört wurde und die Arbeiten sicher umgesetzt werden konnten.
Auch an die weitere Entwicklung wurde bereits gedacht: Die acht Ladeplätze sind so vorbereitet, dass später Schrankenanlagen ergänzt werden können. Speditionen könnten dann beispielsweise feste Ladezeiten buchen.
Laden, während der Pause macht
Für den elektrischen Fernverkehr ist nicht allein entscheidend, dass geladen werden kann. Der Ladevorgang muss auch zum Arbeitsalltag der Fahrer:innen und zu den Fahrplänen der Speditionen passen.
Die in Kiel eingesetzte Technik ermöglicht deshalb unterschiedliche Ladegeschwindigkeiten. So kann ein Fahrzeug beispielsweise während einer vorgeschriebenen Ruhezeit geladen werden oder schneller, wenn es zeitnah weitergehen muss. Die technischen Details dahinter sind komplex. Das Ergebnis ist ziemlich einfach: Der Lkw lädt, während der Fahrer Pause macht – und kann anschließend weiter auf Tour.
Feierliche Eröffnung des Lkw-Ladeparks
In Anwesenheit von Claus Ruhe Madsen (Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holsteins) und Tobias Goldschmidt (Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holsteins) sowie hochrangige Vertreters des Hafens, des Bundes und der Stadt wie Johannes Pallasch (Leiter Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur), Dr. Dirk Claus (Geschäftsführer des PORT OF KIEL) wurde der Ladepark am 1. September 2026 feierlich eröffnet. Ebenfalls vor Ort waren führende Mitarbeiter von Engie, wie Frank Lacroix, Executive Vice President der ENGIE-Gruppe, die sich über den tollen Projektabschluss und den damit verbunden erfolgreichen Einstieg in den deutschen Markt im Bereich der Lkw E-Ladestruktur.
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